Sprache wählen
Suche:
HomeUnternehmenUnternehmensgeschichte
Druckversion

Vorwort

Liebe Freunde von Heubach!

Rainer Heubach
Rainer Heubach

Ich wurde kürzlich gefragt, wie die Heubachs immer wieder und über mehrere Jahrhunderte hinweg den typischen 3-Generationenzyklus industrieller Familienunternehmen durchbrechen konnten. Ich glaube, daß daran verschiedene Faktoren beteiligt waren, nicht zuletzt auch das nötige Quentchen Glück, ohne das dauerhafte Erfolge nicht zustande kommen.

Es gibt jedoch eine Gemeinsamkeit, die sich wie ein roter Faden durch diese 600jährige Geschichte zieht: Alle 18 Generationen teilen die Begeisterung für die Kraft, die aus dem Innovativen erwächst, und die ihrer Neugier beständig Nahrung gibt. Diese Kraft hat entscheidend dazu beigetragen, daß sie immer wieder neue Wege auf ihrem 600jährige Marsch in das dritte Jahrtausend fanden. Die Vielzahl dieser Lösungswege reflektiert die Mannigfaltigkeit ihrer Charaktere ebenso wie die stark wechselnden historischen Rahmenbedingungen, denen sie und ihre Mitarbeiter sich ständig anzupassen vermochten.

Es waren die frühen Heubachs, die sich im ausgehenden Mittelalter des 14. Jhdts. Europas die Kunst der Zierglasherstellung aneigneten.
Es waren die Greiners (mütterliche Linie) und Johann Simon Heubach, die zu den Mitentdeckern des Porzellans in Europa zählen.
Es war Johann Gabriel Heubach, der ein Pionier in der Herstellung von Porzellanpuppen in Europa wurde und erstmals über die engen Grenzen Thüringens hinaus seine Produkte erst nach Frankreich, dann nach England und später sogar nach Amerika exportierte.
Es waren Julius Westen und Eduard Heuäcker (mütterliche Linie), die noch vor der industriegeschichtlich so bedeutenden Gründung der IG Farben zu den ersten Herstellern von Pigmenten wurden und die Grundlage für Heubachs heutige Aktivitäten legten.
Es waren die Mitarbeiter des Langelsheimer Werks, die im späten 19. Jhdt. vom Herzog von Braunschweig für ihre besonderen technologischen Leistungen ausgezeichnet wurden.
Es war Friedrich Louis Heubach, der die erste Dampfmaschine im Staate Sachsen-Anhalt betrieb, und dem Kaiser Franz Joseph auf der Weltausstellung in Wien 1873 eine Goldmedaille für die außergewöhnliche Qualität seiner Pigmente überreichte.
Es war Carl Friedrich Heubach, der dank innovativer Prozeßtechnologien die Produktion seines Osterwiecker Werkes verzehnfachen konnte.
Es war mein Vater Hans Joachim Heubach, dessen technologisch orientierte Konzeptionen führende Wissenschaftler wie Franz Munk (Kubelka-Munk-Theorie) anzogen. Auch in seinem Fall waren Weitsicht und Innovation die Kräfte, die es ihm erlaubten, allen historischen Widerständen zum Trotz das geerbte väterliche Unternehmen dreimal neu aufzubauen.

Es ist heute der reiche Fundus chemischen Know-hows, das von den zahlreichen Chemikern und Technikern in Heubachs Entwicklungszentren in Europa, Asien und Amerika vermehrt wird. Ihr Wissen wurde zum Fundament für Heubachs Internationalisierung in den 80er und für die Diversifizierung in den 90er Jahren. Die täglich neue Begeisterung unserer Mitarbeiter für technologische und immer mehr auch für ökologische Verbesserung hat dazu beigetragen, daß brillante Farben nicht länger ein Privileg der Könige sind, in Gold aufgewogen werden müssen und zunehmend auch ohne ökologische Nebenwirkungen hergestellt werden können. Ihnen ist es also mit zu verdanken, daß die Welt von heute farbenfroher anzusehen ist. Dafür gilt ihnen Dank und Anerkennung, in gleichem Maße aber auch den Mitarbeitern unserer Kunden, die unter Verwendung von Heubachs farbigen Pigmenten mit ihren Lacken, Kunststoffen, Druckfarben und Baustoffen tagtäglich dazu beitragen, unsere Häuser, Fahrzeuge, Kleidung, Zeitschriften und die meisten Gegenstände unseres täglichen Bedarfs, kurzum unseren Alltag, farbiger zu gestalten.

Bildmotiv
Deko